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So viel Training wie noch nie

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Leben bis März 2020

Mein Alltag besteht aus der Arbeit, die ich in und für die Schule erledige und aus der Arbeit, die ich täglich aufbringe um meine sportlichen Ziele zu erreichen. Das ist sehr viel Aufwand, der täglich auf mich zukommt. Das stört mich nicht, weil ich beides gern mache. Viel Zeit für andere Dinge bleibt mir nicht. Das heißt für mich gibt es keine freien Nachmittage, die ich zum Beispiel mit Freundinnen verbringen kann. Denn ich starte, um mein erstes Training absolvieren zu können sehr früh in den Tag und gehe nach der Arbeit direkt zu meinem zweiten Training. Die Zeit, die mir sonst noch bleibt, nütze ich für regenerative Maßnahmen: essen und schlafen. 

Leben derzeit

Seit dem ich nicht mehr regelmäßig in der Schule bin, ist alles etwas anders. Ich unterrichte Kinder online über verschiedene Plattformen. Das klappt ganz gut. Allerdings bin ich jetzt länger bzw. öfter erreichbar für die Kinder, die ich unterrichte. Das Korrigieren der Aufgaben nimmt auch mehr Zeit in Anspruch und an die Online Plattformen muss man sich erst gewöhnen. Viel Spaß macht hingegen der Video-Unterricht. Nicht nur mir, sondern auch meiner Klasse. 

Nächste Woche sind zwar Ferien, aber ich werde trotz der Ferien am Montag in die Schule fahren. Da unsere Schule Kinder in den Ferien betreuen wird, hat die Schulleitung Tag für Tag Lehrer eingeteilt, um die Betreuung zu ermöglichen.

Mehr Training

Seit über einem Jahr trainiere ich härter und mehr als sonst. Mit durchdachten Trainingsplänen ist das möglich. So kann ich fast die doppelten Laufumfänge im Vergleich zum letztem Jahr absolvieren und öfter intensivere Belastungen laufen. Ich bin definitiv am richtigen Weg, um meine hochgesteckten Ziele zu erreichen. Zeiten, die ich mir jetzt vornehme, läuft man nicht mehr einfach so. Das Training ist richtig richtig hart und muss Sinn ergeben.

Meine Trainer bedeuten mir alles

Dazu kommt die mentale Komponente... ich muss im Kopf bereit sein, Gas zu geben. Lange Gespräche mit meinen Coaches helfen mir da sehr. (wenn ich z.B. für eine Athletik-Session in die Südstadt fahre, und dann quasi draufkomme, dass mir die psychologische Unterstützung, die plötzlich vom Coach kommt, weil er merkt, dass ich sie brauche, sehr gut tut :-)).

Oft sind es aber auch nur ihre Anwesenheit oder die kleinen Nachrichten zwischendurch, die mich geistig wieder in die richtige Richtung lenken. 

Training und Wettkämpfe bis Februar 2020

Ich bin in Portugal gut in das Jahr gestartet und habe meine Grundlage im Jänner und Februar weiter verbessern können. Zudem habe ich gute Wettkämpfe aus dem vollen Trainingspensum heraus absolvieren können. Bei den Hallen-Staatsmeisterschaften habe ich heuer meinen ersten Titel in der Halle holen können und eine für mich fast unglaubliche Bestzeit aufgestellt. 

Das Training war ausschließlich auf mein heuriges Ziel ausgerichtet: Die Qualifikation für die Europameisterschaft.

Nach der Crosslauf-Staatsmeisterschaft, bei der ich gerne meinen Staatsmeistertitel vom Vorjahr verteidigt hätte, wäre das spezifische Training für das Projekt sub16 Minuten (Quali für die EM) über 5.000 Meter losgegangen. Dazu ist es nicht mehr gekommen, denn die Crosslauf-Staatsmeisterschaften wurden abgesagt - sowie jetzt fast alles ausgefallen ist oder verschoben wurde. 

Training derzeit ohne DSG Wien

Mein Training läuft auch jetzt gut. Da ich grundsätzlich oft alleine trainiere, stört mich das "social distancing" nicht all zu sehr. Allerdings habe ich doch hin und wieder gute Laufbegleitungen von meinen DSG Wien Kollegen gehabt, die ich jetzt sehr vermisse. Unsere große Gruppe, die eine tolle Dynamik an den Tag, legt fehlt sehr!
Ich muss zwar auf das Leichtathletik-Zentrum in Wien verzichten, aber ich habe alles gut umgestellt, sodass ich zuhause gut trainieren kann. Laufen in der Natur ist kein Problem - so kann ich auch Intervall-Belastungen gut absolvieren. Alternativ kann ich am Rennrad indoor trainieren - wobei das Radfahren in der Natur nicht verboten wäre...

Bleibt mehr Zeit um besser zu werden

Meine Ziele bleiben dieselben. Auch wenn sie sich eventuell zeitlich gesehen etwas verschieben, trainiere ich nicht planlos durch die Gegend, sondern passe mich der aktuellen Situation an. Das bedeutet trainingstechnisch gesehen, dass ich wieder ein bisschen grundlagenlastiger trainiere. Man kann quasi sagen eine verlängerte Winter-Saison mit vielen Kilometern hat wieder begonnen. 

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